Radsport als gemeinsame Erfahrung
Über Jahre war ein großer Teil des Wachstums des Gravel eng mit dem Wettkampf verbunden. Neue Teams, immer anspruchsvollere Rennkalender und eine Sportszene, die sich kontinuierlich professionalisiert hat. Aber nicht alle Projekte verstehen diesen Sport ausschließlich über Leistung.
Foodmaker x GravelKing entsteht aus einem anderen Ansatz. Einer, in dem der Wettkampf wichtig ist, ja, in dem aber auch die Community, menschliche Verbindungen und alles, was rund um das Fahrrad geschieht, Gewicht haben. Das Rennen ist Teil des Projekts, nicht das einzige Ziel.
Mehr als ein Team aufzubauen, das sich ausschließlich auf Ergebnisse konzentriert, ist die Absicht, eine erkennbare Identität innerhalb des Gravel zu schaffen: nahbar, offen und mit den Menschen verbunden, die Teil dieses Umfelds sind.
Diese Idee wurde besonders deutlich während The Traka, das vergangene Woche in Girona stattfand. Während das Team über die 200-km-Distanz antrat, stellte sich ein Teil seiner Community der Herausforderung der 360 km. Aber das wirklich Wichtige geschah auch außerhalb des Rennens: Treffen mit Partnern, Social Rides und gemeinsame Tage rund um den Radsport. Girona wurde für einige Tage zum perfekten Spiegel dessen, wofür das Projekt steht.

In diesem Gespräch erklärt Nick Sannen, wie Foodmaker x GravelKing entstanden ist, was es zum heutigen Gravel beitragen will und warum Events wie The Traka helfen, die Identität eines Teams weit über die Ergebnisse hinaus zu definieren.
„Aus purer Leidenschaft aufgebaut“
Für Menschen, die Foodmaker x GravelKing zum ersten Mal entdecken: Wie würdest du erklären, was dieses Projekt ist und wofür es innerhalb des Gravel stehen möchte?
„Dies ist ein neues Projekt, das aus purer Leidenschaft aufgebaut wurde. Ich habe es selbst mit der Hilfe von Milan Huygens und Michael Velkeneers von TNS gestartet. Im Kern glauben wir an das Wachstum des Gravel und vor allem an die Stärke der Community, die es umgibt. Gravel ist nicht nur Wettkampf, es sind Menschen, Verbindung und gemeinsam etwas aufzubauen. Genau das wollen wir wirklich repräsentieren.“

Die Community als Ausgangspunkt
Das Team präsentiert sich rund um Wettkampf, Community und Verbindung. Wie wurde diese Vision aufgebaut und warum war sie von Anfang an wichtig?
„Von Beginn an war die Community einer der wichtigsten Pfeiler des Projekts. Sie ist auch das, was es für die Partner interessant macht. Sie suchen nicht nur Sichtbarkeit, sondern Verbindung und Rendite. Innerhalb der Community haben die Menschen Zugang zu Vorteilen und Kooperationen, sodass ein echter Austausch entsteht.“
Eine Identität jenseits der Ergebnisse
Die Identität des Teams wird auch durch die Menschen aufgebaut, die es formen. Nicht nur durch das, was sie im Rennen erreichen, sondern durch das, was sie außerhalb davon vermitteln.
„Wir wollen nicht nur ein ergebnisorientiertes Team sein, sondern ein Team mit Identität. Jeder Fahrer bringt etwas anderes ein: Leistung, Geschichte, Charakter und Verbundenheit mit der Community. Wir wollen ein zugängliches, nahbares und wiedererkennbares Team sein. Ein Team, dem die Menschen folgen können und mit dem sie sich identifizieren können. Leistung ist natürlich wichtig, aber Identität geht weit darüber hinaus: wie wir uns zeigen, wie wir interagieren und wie wir den Sport repräsentieren.“

Eine gemeinsame visuelle Identität
Ihr fahrt mit einem personalisierten Trikot von Gobik. Wie wurde das Design entwickelt?
„Das Design ist sehr eng mit der Community verbunden. Michael von TNS hatte bereits eine sehr wiedererkennbare visuelle Identität geschaffen. Wir haben sie für das Team angepasst und dabei Farben der Partner integriert. Wir möchten, dass Community und Performance-Team auch visuell miteinander verbunden sind. Und es funktioniert: Es gab bereits rund 100 Vorbestellungen des Trikots aus der Community. Das zeigt, dass die Menschen Teil des Projekts sein wollen.“

Erfolg über den Wettkampf hinaus
Mit Blick auf die Zukunft: Was wäre ein Erfolg für dieses erste Kapitel?
„Es ist ein neues Projekt, deshalb wollen wir es Schritt für Schritt aufbauen. Ein Podium oder ein Sieg wäre natürlich unglaublich, aber Erfolg ist viel umfassender. Für mich bedeutet Erfolg, die Community wachsen zu lassen, die Menschen zu unterstützen, Menschen zusammenzubringen und mehr Menschen aufs Rad zu bringen. Das ist Gravel: gemeinsam fahren, es genießen und diese Momente teilen.“